Füllung vorher
CEREC nachher -
in einer Sitzung
CEREC-Fräßmaschine
Digitales Modell für die CEREC-Fräßmaschine

CEREC - die etwas andere Krone, die Alternative.

  • Ausgangszustand
  • Ausbohren der Karies
  • 3D-Scan des Kiefers
  • Präparationsgrenze
  • Automatisches Einpassen
  • Zahn sitzt
  • Computergenerierter Zahn
  • Es sind kaum Korrekturen notwendig
  • Resultat in einer Sitzung
  • Fertiger Nachbarzahn

Mit dem CEREC-Verfahren ist es möglich, Zähne, die früher nur mit einer Krone zu retten waren, substanzschonend wiederherzustellen.

Wir verwenden in unserer Praxis, neben der bewährten CEREC Bluecam- auch die CEREC Omnicam-Aufnahmeeinheit, die modernste und technisch hochwertigste Variante, um Kronen abdruckfrei herstellen zu können.

Eine klassische Krone aus Gold, Stahl oder Metallkeramik wird retentionsorientiert präpariert, das heißt, der betroffene Zahn wird so stark abgeschliffen, bis es möglich ist, eine Hülse aus den oben genannten Materialien über den Zahn zu schieben. Anschließend erfolgt der Abdruck mit Silikonmassen, danach die provisorische Versorgung.

Eine CEREC-Keramik wird defektorientiert präpariert. Von dem betroffenen Zahn wird nur das alte Füllungsmaterial, die Karies und instabile Zahnsubstanz entfernt. Gesunde Zahnsubstanz bleibt stehen, der Zahn wird nur teilweise überkront, man spricht in diesem Fall von einer Teilkrone. Der Zahn wird optisch abgeformt; digitalisiert. (Kein Abdruck - kein Silikon). Das ist für Patienten mit Würgereiz eine oft leicht erträgliche Alternative.

In der gleichen Sitzung erfolgt das Formschleifen der CEREC-Keramik in einer CNC-Fräßmaschine. Die neue vollkeramische Teilkrone oder Einlagefüllung kann danach formschlüssig mit dem Zahn verklebt werden. Diese Verklebung (Adhäsivtechnik) bewirkt eine physikalische Wiederherstellung des Zahns.

Die vollkeramischen CEREC-Teilkronen vermeiden also Kronen. Es gibt keinen unschönen Nebeneffekten wie Metallränder und das gewisse „Ersatzteilgefühl“.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass eine plastische Füllung aus Amalgam oder Kunststoff nie breiter sein sollte als ein Drittel der Zahnoberfläche (Bruchgefahr der Zahnwände, hohes Sekundärkariesrisiko) stellt die CEREC-Keramik eine für die Zukunft planende, substanzsichernde Möglichkeit dar.

CEREC-Keramikteilkronen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst und sind auch für die Privatversicherten eine übliche Leistung.

Private Weblinks

Hier außerdem noch eine Kopie des früheren Wikipedia-Artikels über CEREC. Der heutige Artikel wurde im Vergleich zu der hier zitierten Version leider stark gekürzt. Die Informationen sind auch heute noch immer aktuell.

Wikipedia-Artikel über CEREC

Cerec
CEREC 1, 2, 3 von Sirona

Artikel CEREC aus: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Juli 2008, 15:08 UTC.
URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=CEREC&oldid=48534212
Autoren/Versionsgeschichte

Lizenz: CC-BY-SA 3.0

CEREC ist ein Verfahren zur computergestützten, direkten Herstellung von gefrästen Keramik-Inlays, Onlays, Teilkronen, Veneers und Kronen für den Front- und Seitenzahnbereich. Der Name CEREC steht für CEramic REConstrution. Einzigartig an der Methode ist die Möglichkeit, maßangefertigte zahnärztliche Restaurationen direkt am Patienten (chairside) in einer Behandlungssitzung herzustellen und einzusetzen.

Geschichte

Die Methode wurde ursprünglich 1980 von Prof. W. Mörmann und Dr. M. Brandestini an der Universität Zürich entwickelt. Die ersten Patienten wurden 1985 mit dem System an der Universität Zürich behandelt. Das System wurde seither fortwährend weiterentwickelt und wird heute als CEREC 3D in der 3. Generation von der Firma Sirona angeboten. Die Schleifmotoren wurden am Anfang noch hydraulisch betrieben; dieses System wurde jedoch bereits während der Bauzeit der CEREC 1 Serie auf Elektromotoren umgestellt, wobei es bis heute geblieben ist.

Verfahren

Heute ist es möglich, mit dem CEREC-System vollkeramische Inlays, Onlays, Teilkronen, Veneers und Kronen für den Front- und Seitenzahnbereich herzustellen. Daraus resultiert eine einzigartige Kombination, defektorientierte, biokompatible, metallfreie und zahnfarbene Restaurationen aus hochwertiger, dauerhafter Keramik herstellen und diese noch in der selben Behandlungssitzung einsetzen zu können, ohne Abformungen und Provisorien zu benötigen. Mit der inLab Variante ist es auch möglich, Kronen- und Brückengerüste herzustellen. Diese müssen anschließend noch mit keramischen Massen verblendet werden. Auch können inzwischen einige Implantatkomponenten sowie provisorische Kronen mit dem CEREC-System erstellt werden.

Mit der CEREC-Messkamera macht der Zahnarzt in Bruchteilen einer Sekunde eine dreidimensionale Aufnahme des zu behandelnden Zahnes. Dadurch kann auf eine herkömmliche Abformung verzichtet werden. Anschließend wird am Bildschirm die Versorgung konstruiert. Beim CEREC 3D funktioniert dieses dreidimensional, so dass die Restauration optimal gestaltet werden kann. Anschließend schleift die CEREC-Schleifeinheit die Restauration vollautomatisch innerhalb weniger Minuten aus einem vorgefertigten Keramikblock heraus. Der Zahnarzt kann die Restauration danach sofort anpassen und einsetzen.

Vor- und Nachteile

Der Hauptvorteil der CEREC-Technologie liegt in der Möglichkeit, keramische Versorgungen in einer Sitzung herstellen und eingliedern zu können. Darüber hinaus belegen zahlreiche Studien, dass die Haltbarkeit von CEREC-Restaurationen vergleichbar mit Goldrestaurationen ist, somit also sehr langlebig. Als Nachteil aus Sicht eines Anwenders kann die Notwendigkeit der Anwendung eines Kontrastmittels (Puder, Spray) vor der optischen Abformung genannt werden. Ausgehend von einem sehr hohen handwerklichen Geschick eines Zahntechnikers war die Passung von Arbeiten, die mit früheren Entwickungsstufen des CEREC-Systems hergestellt wurden, in der Regel nicht ganz so gut wie bei laborgefertigten Inlays oder Kronen, entsprachen aber durchaus der durchschnittlichen Qualität einer Laborarbeit. Ausgehend von einem sehr hohen Geschick des Zahnarztes im Umgang mit dem Computersystem sind Passung und Gestaltungsmöglichkeiten heutzutage mit laborgefertigten Inlays oder Kronen vergleichbar. Der „Individualisierung“ des Inlays oder der Krone sind keine Grenzen gesetzt, wenn man den gleichen Aufwand betreibt wie im Dentallabor. Lediglich bei der chairside-Herstellung vollkeramischer Restaurationen in der Praxis sind bezüglich der Ästhetik gewisse Grenzen gesetzt.

Neben konventioneller Feldspatkeramik können neurdings auch lithiumdisilikat-verstärkte Glaskeramikblöcke (E-Max CAD) für Inlays und Kronen sowie Zirkonoxidkeramikblöcke (In-Ceram) für Brückengerüste verarbeitet werden. Letztere werden nach dem Schleifvorgang gesintert und weisen nach diesem Brennvorgang wesentlich höhere Festigkeitswerte auf, als alle bisher verwendeten CEREC-Keramikblöcke. Dies ermöglicht sowohl in der Kronen- als auch in der Brückenfertigung eine Erweiterung in der Indikationsstellung und liefert in der Praxis auch bei weitspannigen Brücken gute klinische Ergebnisse. Damit ist es Zahnarztpraxen erstmals möglich, auch verblendete Zirkonoxidrestaurationen [Zirkonoxid] durch das Schleifen von Kunststoffkäppchen (CAD-WAX) und Überführung in Presskeramik ohne Hilfestellung eines Dentallabors zu fertigen.